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Trost

 

 

...  "Nicht die Zeit heilt alle Wunden", flüsterte er, "sondern die Erfahrungen, die er in dieser Zeit durchlebt." ...

 

Kann es überhaupt Trost geben, wenn wir von einem Menschen, der uns nah stand, den wir geliebt haben, Abschied nehmen müssen. Vielmehr macht sich doch in uns ein Gefühl von Hilflosigkeit, Verzweiflung, Wut, Traurigkeit breit - und dennoch kann es tröstlich sein, Menschen um sich zu haben , die mitfühlen. Sie geben uns das Gefühl, nicht allein zu sein, uns auch mal anlehnen zu können.

 

Liebe Menschen, die trösten möchten - den Schmerz des anderen in uns wiederhallen zu lassen, auszuhalten, das ist das Geheimnis des Trostes. Abnehmen und besser machen können wir nichts, wir können nichts ändern, am Schicksal derer, die sterben müssen oder einen geliebten Menschen verloren haben. Zum Trösten gehört es einfach, bescheiden zu akzeptieren, dass wir nichts abnehmen können und dass wir selbst leiden, weil wir so wenig tun können. Wenn wir, die wir trösten wollen, diese Gefühle akzeptieren, wird es uns leichter fallen, den Betroffenen zu begegnen, anzurufen oder zu schreiben. Wir strahlen in unseren Worten dann Zuversicht und Festigkeit aus. Zuversicht, die Zeit gewährt und Festigkeit, die imstande ist, das Leid eines anderen auszuhalten. Unser eigenes getröstet sein tröstet auch immer andere mit.

Menschen, die ganz und gar verzweifelt sind können getröstet werden, indem sie bei anderen untröstlich sein dürfen. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, was wir sagen, sondern dass wir überhaupt etwas sagen, uns Zeit nehmen, Mut aufbringen und unsere Scheu überwinden, den Trauernden zu begegnen.

Wir können dem Trauernden Kraft wünschen, für die schwere Zeit, die vor ihm liegt. Wir können ihm versichern, dass später einmal auch Hoffnung wachsen wird. Wie auch immer - der eigentliche Trost wird in der Zuwendung bestehen, in der Wertschätzung und in dem Mut, sich mit dem Schicksal ander auseinandersetzen zu wollen, letztlich also in der Zusage: Wie groß Dein Leid auch ist, du bist nicht allein!

 

 

 

Der Segen der Trauernden

 

Gesegnet seien alle,

die mir jetzt nicht ausweichen.

Dankbar bin ich für jeden,

der mir einmal zulächelt

und mir die Hand reicht,

wenn ich mich verlassen fühle.

 

Gesegnet seien die,

die mich immer noch besuchen,

obwohl sie Angst haben,

etwas falsches zu sagen.

Gesegnet seien alle,

die mir erlauben,

von dem Verstorbenen zu sprechen.

Ich möchte meine Erinnerungen nicht totschweigen.

Ich suche Menschen,

denen ich mitteilen kann,

was mich bewegt.

 

Gesegnet seien alle,

die mir auch zuhören,

auch wenn das, was ich zu sagen habe,

sehr schwer zu ertragen ist.

 

Gesegnet seien alle,

die mich nicht ändern wollen,

sondern geduldig so annehmen,

wie ich jetzt bin.

 

Gesegnet seien alle,

die mich trösten,

und mir zusichern,

dass Gott mich nicht verlassen hat.

 

Marie Luise Wölfling

 

 

 

 

Sandy Sollan  |  033474/57170 oder 0172/3955059 - sollan@abschiedsgestaltungen.de